PROTAGONIST:INNEN
Sina
Sina war schockiert und fassungslos, als sie den Inhalt des Schreibens über ihre Mutter, welches auch in ihren Vormundschaftsakten lag, vor noch nicht allzu langer Zeit lesen musste. Ihre Familie wurde auseinandergerissen und Sina kam ins Waisenhaus in Chur: «Immer musste ich hören, dass ich nichts bin, dass aus mir nichts werde und dass ich im Leben sowieso versagen werde. Wenn ich nicht schön gegessen habe, bekam ich mit dem Suppenlöffel Schläge auf den Kopf.»
Schliesslich landete sie in der schlimmsten Drogenszene auf dem Platzspitz in Zürich und Pfarrer Sieber war ihre Rettung.
Sigi
Ein Jahr nach dem Krieg stand dann Dr. Siegfried in der Gemeinde Agra im Kreis Paradiso bei der Mutter von Sigi auf der Matte, entriss ihr, kaum war er auf der Welt, den Säugling und platzierte ihn in einer Pflegefamilie. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wurde Siegfried von den Ortsbehörden gerufen. Sigi ist der schweizweit bekannte «Trompetensigi» und er hatte keine schöne Kindheit. Alfred Siegfried, der berüchtigte Leiter des Hilfswerks «Kinder der Landstrasse» von «Pro Juventute», war nicht nur sein Vormund, er wurde auch zu seinem Götti ernannt.
Späte wurde Sigi zwangsadoptiert. Was er als Kind bei der Adoptivfamilie Schlimmes erlebte, holt ihn immer wieder ein. Die Traumabewältigung ist für ihn eine Herkulesaufgabe.
DARSTELLER:INNEN
-
Janina Marisa Schenker ist eine Schweizer Multimedia-Journalistin mit Fokus auf Menschen, Macht und Moral in globalen Zusammenhängen. Nach Stationen in Lateinamerika, wo sie für nationale und internationale Medien über soziale Ungleichheit, Migration und Umweltgerechtigkeit berichtete, verbindet sie heute journalistische Recherche mit filmischer Erzählkraft. 2019 absolvierte sie eine Schauspielausbildung an der New York Film Academy, wo sie lernte, Geschichten vor der Kamera klar, authentisch und berührend zu erzählen
Ihre Arbeit folgt einer klaren Haltung: Geschichten sollen nicht nur informieren. Sie sollen berühren, bewegen und Verantwortung einfordern. Als investigative Erzählerin gibt sie jenen eine Stimme, die oft überhört werden, und bringt verdrängte Themen ins Licht.
Mit „Zero – ein Fanal“ geht sie den Fragen nach Schuld, Schweigen und Aufarbeitung nach und zeigt, wie tief Geschichte in unser kollektives Bewusstsein eingreift.
Mehr zu Janina Marisa Schenker
-
Folgt
-
Geboren 1980 in Rorschach, Schweiz. Gabriel Marrer schloss 2001 seine Schauspielausbildung in Zürich an der EFAS ab. Nach seinem Abschluss zog er nach Berlin und hatte seine ersten Auftritte in den üblichen deutschen TV Formaten. Nach einem Umzug nach München übernahm er das On-Set-Coaching der Kinderdartsteller in der Kinofilmreihe „Die wilden Kerle“ und spielte nebenher in dem Theater Langzeitprojekt „Verwaltungsperfomance“ von Holger Dreissig. Es folgte eine Ausbildung zum Theaterpädagogen in Heidelberg und ein erneuter Umzug nach Berlin, wo er seit dem als freischaffender Schauspieler, Theaterpädagoge, Regisseur und Schauspielcoach tätig ist.
Zu seinen letzten Arbeiten gehören Inszenierungen für das Anhaltische Theater Dessau, ein Engagement als Schauspieler am Theater Kosmos in Bregenz und Dreharbeiten für „Praxis mit Meerblick„ oder die Serie „Herbertstraße“ welche am letzten Hamburger Filmfest Premiere feierte.
Gabriel ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Mehr zu Gabriel Marrer
-
Folgt
-
Sergej Ivljanin ist ein junger Zürcher Schauspieler, der seit Jahren mit Begeisterung vor der Kamera und auf der Bühne steht. Bei Filmkids Zürich und an der MKZ Zürich trainierte er während mehrerer Jahre Schauspiel, Musik und Bewegung und wirkte dabei in verschiedenen Kurzfilmen mit. Der Kurzfilm «Das Haus am Fluss», in dem er mitspielte, wurde 2026 im Official Filmkids Competition des Brugggore Filmfestivals mit dem 3. Platz ausgezeichnet.
Einem breiteren Publikum wurde Sergej als Posh Boy in der deutschsprachigen Erstaufführung von «Billy Elliot – Das Musical» in der MAAG Halle Zürich bekannt. Zudem wirkte er am Theater Neumarkt und am Theater am Hechtplatz mit. Für SRF spielte er in der Dokumentarproduktion «Bührle Kunstraub» die Rolle des Zoran.
-
Peter Hottinger (*1969 in Zürich) ist seit über 25 Jahren als Schauspieler und Sprecher in der Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft verankert. Neben sehr vielen Bühnenengagements spielte er bereits in über 50 Film- und Fernsehproduktionen mit. Im Kino feierte er Erfolge mit Schweizer Produktionen wie Zwingli (2019), Friedas Fall (2024) und dem Drama Réduit (2022, Hauptrolle) sowie international in Hidden away (2020), Die Theorie von Allem (2023) oder in The Girl with the Dragon Tattoo (2011) unter der Regie von David Fincher. Einem breiten Fernsehpublikum ist er vor allem durch seine durchgehende Rolle als Spurensicherer Gruber in der Erfolgsserie Wilder sowie durch Auftritte im Tatort, Der Bestatter, Neumatt und Maloney bekannt.
Neben seiner Kamera- und Theaterarbeit ist Peter Hottinger eine gefragte Stimme für Hörbücher, Hörspiele, TV-Dokumentationen und Synchronisationen.
Mehr zu Peter Hottinger
-
Raphael Burri, 1963 in Graz geboren und in Bern aufgewachsen, ist Schauspieler und Sprecher undl lebt heute in Schaffhausen. Als solcher liest er seit über fünfundzwanzig Jahren Hörbücher für Blinde, Seh- und Lesebeeinträchtigte, war zuvor elf Jahre lang Nachrichtensprecher beim Schweizer Radio DRS, stand in Stücken, Lesungen und Conférancen auf der Bühne und arbeitet auch als Erwachsenenbildner. Er spielte unter anderem Jeanmaire in Jeanmaire. Ein Stück Schweiz von Urs Widmer (2024) oder Justizminister Diego in Dürrenmatts Die Ehe des Herrn Mississippi (2026). Mit 18 schrieb er die ersten Kurzgeschichten und Hörspiele für Radio DRS, später Satirisches für Radio FM1. Daneben verfasste er auch Hörspielbearbeitungen von Romanen u. a. von Terry Pratchett und George MacDonald Fraser. Mit Doughtys Tod erschien 2022 sein erster Roman.
Raphael Burri interessiert sich sehr für die Geschichte. Deshalb findet er auch die Aufarbeitung von Themen wichtig, von denen wir nicht genug wissen, weil wir ihnen gern aus dem Weg gehen – wie im Fall von ZERO ein Fanal.
-
Christian Kaiser kommt aus dem Zürcher Oberland. Nach der Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München und nach fünf Jahren am Stadttheater in Ingolstadt und in Essen, war er ab 1989 zehn Jahre lang Mitglied der bremer shakespeare company. Jetzt wohnt er in Berlin und arbeitet als freier Schauspieler und Regisseur in Berlin, Bremen, Kempten, Chur, Zürich und anderen schönen Städten.
Im Kino ist er seit 2024 als ZEUGE 1 in DIE ERMITTLUNG nach Peter Weiss zu sehen und als Stadtrat Gerber im Schweizer Film LANDESVERRÄTER. 2021 durfte er als Arzt den uneinsichtigen Sohn von Anke Engelke in Film MEIN SOHN belehren.
Im November wird er in Kempten als Paul Bereyter in DIE AUSGEWANDERTEN auftreten, wo er auch wieder die Kinder als RÄUBER HOTZENPLOTZ das Fürchten lehren wird.
Zu ZERO EIN FANAL gibt es die unschöne Geschichte, dass der Vater der Cousine seines Vaters auch wie meine Rolle in ZERO ein von den Nazis anerkannter schweizerischer Rassenhygieniker war. Ein Teil seiner Familiengeschichte, die ihm bis vor Kurzem unbekannt war. Umso mehr freut es mich, dabei sein zu können.
Mehr zu Christian Kaiser
-
Folgt
-
Joachim Stehle, geboren in Göppingen, fand über ein Studium der Betriebswirtschaft und Finance zur Schauspielkunst und absolvierte von 2018 bis 2022 seine Ausbildung an der Filmschauspielschule Berlin.
Bereits während seiner Ausbildung stand er am BlackBoxx Theater Berlin in Produktionen wie „Eine griechische Trilogie“ und „Der Reigen“ auf der Bühne. Es folgten Engagements unter anderem an der Landesbühne Rheinland-Pfalz (Das kleine Gespenst, Regie: Axel Weidemann), den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel (Die Schöne und das Biest, Regie: Irene Christ) sowie am Kinder- und Jugendtheater Speyer (Der satanarchäolügenialkohöIlische Wunschpunsch, Regie: Matthias Folz).
Neben seiner Theaterarbeit wirkte er in Spielfilm-/Kurzfilmproduktionen sowie in TV-Serien für das ZDF und Sat.1 mit. Zuletzt spielte er den „Atreju“ an der Comödie Dresden in „Die unendliche Geschichte“ (Regie: Nina Damaschke) von Michael Ende.
Ab September 2026 ist er festes Ensemblemitglied im Theater Eurodistrict Baden Alsace.
Mehr zu Joachim Stehle
-
Folgt
-
Studierte Schauspiel in München und schloss mit dem Master of Arts an der Hochschule der Künste in Bern ab.
Seit 25 Jahren arbeitet er als Schauspieler, Regisseur und Autor europaweit für verschiedene Bühnen, Film und TV, wurde zu zahlreichen Festivals eingeladen und mehrfach ausgezeichnet. Als Performer war er für den Swiss Performance Art Award nominiert und seine Inszenierung «Der Name der Rose» mit über 60 Beteiligten wurde 2022 mit dem Innovationspreis Kultur ausgezeichnet.
In seiner Arbeit spielt der Mensch als facettenreiches Individuum die zentrale Rolle. Die Ausdrucksform der Sprache in Wort und Schrift ist seit seiner Kindheit Olivers grosse Leidenschaft.
Auch durch die familiäre Verbindung mit Jenischen und weil er sich für die Geschichte der Fahrenden interessiert, ist «Zero – ein Fanal» für Oliver ein sehr wichtiges Projekt.
-
Christian Dieterle, geboren in Zürich, ist Schauspieler und lebt in Berlin.
Er absolvierte seine Schauspielausbildung an der renommierten Folkwang Universität der Künste in Essen. Danach folgten Engagements in den unterschiedlichsten freien Gruppen, Stadt- und Staatstheatern in Deutschland, Schweiz, Österreich (Salzburger Festspiele), Italien (Theater Bozen). 10 Jahre war er Ensemblemitglied bei die bremer shakespeare company. Weitere Stationen: 2001/02 Ensemblemitglied am Luzerner Theater bei Barbara Mundel. Seither wieder
freischaffend, regelmäßig bei Vera Sturm am Zimmertheater Tübingen, freie Produktionen in Berlin, Theater Kanton Zürich, Kaserne Basel ("ars moriendi" mit der Gruppe "CapriConnection" von Anna-Sophie Mahler und scola cantorum basiliensis), Theater Biel-Solothurn, Staatstheater Cottbus, sogar theater Zürich, Festspiele Zürich, Theater Marburg, Berliner Ensemble, Vaganten Bühne Berlin, Radialsystem Berlin, Kammeroper Schloss Rheinsberg, und vieles mehr, sowie Film und Fernsehen, Lesungen.
In der Spielzeit 2026 / 27 an der Staatsoper Hannover als Erzähler in der Oper „Il Viaggio, Dante“ von Pascal Dusapin, Regie: Claus Guth.
-
Konrad Pawlica ist ein deutsch-polnischer Schauspieler, der im deutschsprachigen Raum tätig ist. Ursprünglich aus Polen stammend, lebt er seit über 18 Jahren in Deutschland und arbeitet mehrsprachig auf Deutsch, Polnisch und Englisch.
Von 2018 bis 2022 absolvierte er seine Schauspielausbildung an der München Film Akademie mit Schwerpunkt auf Camera Acting und Bühnenausbildung. Dabei arbeitete er unter anderem nach den Methoden von Sanford Meisner und Konstantin Stanislawski. Neben seiner schauspielerischen Arbeit bringt er langjährige Erfahrung im Kickboxen sowie im Stuntbereich mit und fühlt sich dadurch auch in körperlich anspruchsvollen Rollen sehr wohl.
Mehr zu Konrad Pawlica
-
Rhea Careddu entdeckte ihre Leidenschaft für das Schauspiel bereits in jungen Jahren. Aufgewachsen auf Sardinien und heute in Zürich zu Hause, bewegt sie sich zwischen Sprachen, Kulturen und unterschiedlichen Lebenswelten, eine Perspektive, die auch ihre Arbeit als Schauspielerin prägt. Nach ihrer Schauspielausbildung in der Schweiz sammelte sie Erfahrungen auf der Bühne und vor der Kamera.
Parallel dazu steht sie kurz vor dem Abschluss ihres Bachelorstudiums in „Sprachen und Kulturen der Welt“. Ihr Interesse an Sprache, Identität und Erinnerung sowie an den Geschichten, die Menschen und Familien prägen, fliesst auch in ihre künstlerische Arbeit ein.
-
Nathanaël Mägli ist ein Schweizer Musicaldarsteller, Schauspieler und Sänger. Nach seiner Ausbildung an der American Musical Theatre Academy in London wirkte er in zahlreichen Musical- und Theaterproduktionen in der Schweiz und Deutschland mit. Seine Leidenschaft gilt insbesondere vielschichtigen Charakteren und Geschichten, die berühren, herausfordern und zum Nachdenken anregen. Ob als schwerkranker Patient, als zwiespältige Figur, oder als Mensch, dessen Leben durch einen Schicksalsschlag auf den Kopf gestellt wird: Er liebt es, sich in unterschiedlichste Lebensrealitäten hineinzuversetzen und diese durch Gesang, Schauspiel und Tanz auf der Bühne lebendig werden zu lassen.
Seit mehreren Jahren ist er festes Ensemblemitglied der Musicaltour Life on Stage, mit der er durch die Schweiz und Deutschland reist. Weitere Engagements führten ihn unter anderem in die Produktionen «Space Dream» (MAAG, Zürich), «Heidi» und «Chaplin» (Walenseebühne, Walenstadt) sowie «Pop-Oratorium #HIMMELREICH» (Hamburg und Erfurt).
Mehr zu Nathanaël Mägli
-
Folgt
AKTEURE DER ZEITGESCHICHTE
(Die Wichtigsten seien genannt)
Ulrich Wille junior
Hitlerverehrer und Stiftungsrat Pro Juventute
Dr. Gottlob Pflugfelder
Er hat «Vagantenblut» zur Diagnose erhoben
Adolf Hitler
Der Liquidator
Guiseppe Motta
Bundesrat, Mussoliniverehrer, Stiftungsrat Pro Juventute
Maria Moser
Mutter von Sina und Opfer der Zwangsmassnahmen (Symbolbild)
Alfred Ploetz
Schüler Forels und einer der Begründer der Rassenhygiene unter Hitler
Dr. Auguste Forel
Psychiater: «…die Gesellschaft mit ihren entarteten Keimen nicht weiter verpesten»
David Frankfurter
Vom Opfer zum Täter
Dr. Robert Ritter
«Vagabunden sind geborene Verbrecher»; studierte an der Uni Zürich und arbeitete im «Burghölzli», wo ihm die eugenische Ausrichtung des Direktors gefiel; später Leiter der «Rassenhygienischen Forschungsstelle» in Nazi-Deutschland, «Zigeunerforscher» und Schreibtischtäter.
Dr. Johann Josef Jörger
Psychiater und Autor:
Familie ZERO - minderwertiges Erbgut
Dr. Ernst Rüdin
Der St. Galler Psychiater macht Karriere im 3. Reich als Rassenhygieniker und Kommentator der Nürnberger Rassengesetze